Im Zuge Ihrer Tour zum aktuellen Album „A weekend in the city“ gastieren die vier Briten von Bloc Party Anfang Mai in Deutschland. Mit großer Spannung war abzuwarten, wie sie den speziellen, fast revolutionären Sound Ihrer neuen Platte live performen würde. Und das Publikum wurde nicht enttäuscht. Die Kisum-Redaktion war live in Dresden dabei um sich ein Bild von Bloc Party zu machen. Der seit Wochen ausverkaufte Schlachthof platzte aus allen Nähten. Ein erstaunlich junges, studentisches Publikum (18-30) wartete gespannt auf das derzeit sehr erfolgreiche Quartett. Getragen von einer beeindruckender Bühnen/Lichtshow und gut gelaunt, betrat die Bloc Party um den Frontmann Kele Okereke die Bühne und legte los. Es gab keine Möglichkeit zum Luft holen. 90min. volle Power, Pop-Rock pur, auf den Punkt sowohl vom Style als auch vom Sound. Die 4.000 Zuschauer honorierten dass mit langem Applaus und dem lautstarken mitsingen jedes Bloc Party Songs. Das erste gute Popkonzert seit langer Zeit bei dem das komplette Erscheinungsbild stimmig war. Bloc Party sind auf dem besten Weg die erste tonangebende Popband des neuen Jahrtausends zu werden. Kein Retrosound wie ihre vermeidlichen musikalischen Vorfahren Franz Ferdinand, eine deutlich kreativere Liveshow als die musikalisch ebenbürtigen Killers.
Hier vermischt sich Avantgarde mit Mainstream, ohne das es jemanden stören kann. Der charismatische Sänger Kele Okereke hebt sich schon wegen seiner dunklen Hautfarbe optisch von den meisten seiner Indie-Kollegen ab. Bloc Party haben eine Message, Bloc Party klingen anders, ohne den Mainstream-pop zu verlassen.

Credit: Roger Sargeant

